Baugruben

Ausbildung von Baugrubenwänden

Entsprechend der erforderlichen Baugrubentiefe und den vorliegenden Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBaugrund- und Grundwasserverhältnissen stehen im wesentlichen für die Ausbildung von Baugrubenwänden folgende Lösungsmöglichkeiten zur Wahl:

Foto: Baugrubenverkleidung mit Hilfe von Böschungen

Böschungen

Böschungen sind wirtschaftlich, wenn der Boden eine große Kohäsion aufweist und der Aushub seitlich gelagert und zur Verfüllung wiederverwendet werden kann.

Foto: Baugrubenverkleidung mit Hilfe von Trägerbohlwänden

Trägerbohlwände

Trägerbohlwände stellen im allgemeinen die wirtschaftlichste Baugrubenverkleidung dar. Sie bestehen aus Bohlträgern, die gerammt oder in vorgebohrte Löcher gestellt werden, und aus der waagerechten Ausfachung, die Zug um Zug, dem Bodenaushub folgend, eingebracht wird.

Foto: Baugrubenverkleidung mit Hilfe von Spundwänden

Spundwände

Spundwände werden eingesetzt, wenn eine dichte Baugrubenwand benötigt wird, insbesondere bei Baugruben in offenem Wasser.

Foto: Baugrubenverkleidung mit Hilfe von bewehrtem Spritzbeton

Bewehrter Spritzbeton

Bewehrter Spritzbeton kann bei bei standfestem Fels als Baugrubenverkleidung ausreichen. Damit das in den Spalten und Klüften anstehende Wasser keinen hydrostatischen Druck aufbauen kann, sind jedoch in ausreichendem Umfang Dränleitungen einzubauen oder Wandöffnungen freizuhalten.

Foto: Baugrubenverkleidung mit Hilfe von Schlitzwänden

Schlitzwände

Schlitzwände werden angeordnet, wenn eine annähernd wasserdichte Baugrubenwand im Grundwasser benötigt wird und eine Spundwand nicht möglich ist, z.B. wegen des Rammlärms.

Pfahlwände

Pfahlwände werden aus einzelnen Bohrpfählen gebildet, die sich entsprechend den jeweiligen Anforderungen überschneiden oder berühren oder auf Lücke stehen. Die Lücken werden in der Regel durch Spritzbeton in Gewölbeform geschlossen.

Stützung der Baugrubenwände

Für die Stützung der Baugrubenwände kommen drei Möglichkeiten in Frage:

Foto: Stützung der Baugrubenwände durch Einspannung

Einspannung

Die Einspannung im Untergrund erspart zusätzliche Arbeiten für die Stützung, ist jedoch auch bei günstigen Verhältnissen nur bis zu Tiefen von etwa 6 m möglich und mit großen Bewegungen des Wandkopfes verbunden.

Foto: Stützung der Baugrubenwände durch Aussteifung

Aussteifung

Die Aussteifung mit Stahl, Holz oder Stahlbeton ist sehr aufwendig. Bei Baugrubenbreiten von mehr als 20 m ist in der Regel eine Mittelrammung zur Verkürzung der Knicklänge erforderlich.

Skizze: Stützung der Baugrubenwände durch Verankerung

Verankerung

Die Verankerung, in der Regel mit Verpreßankern, ist bei breiten Baugruben und bei einseitigen Baugrubenwänden an Geländesprüngen eine sehr wirtschaftliche Lösung,. Wenn die Anker jedoch nicht im Boden verbleiben dürfen, kommt diese Lösung nicht in Frage.