Bauingenieur/-in
(Dr.-Ing., Dipl.-Ing.)
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Stellenausschreibung
Böschungen und Geländesprünge
Böschungen
Die Standsicherheit einer Böschung hängt von der Geometrie, der Bodenart, der Schichtung, den Auflasten und vom Grundwasser ab. Grundwasser und Auflasten wirken sich ungünstig aus; Bermen, das sind waagerechte Unterbrechungen der Böschung, erhöhen dagegen die Standsicherheit.
Bei gleichen Randbedingungen können bindige Böden im allgemeinen wesentlich steiler geböscht werden als nichtbindige Sande und Kiese. Das liegt an der Kohäsion, die einen maßgeblichen Einfluß auf die Standsicherheit hat. Die Kohäsion und mit ihr die Standsicherheit einer Böschung in bindigem Boden nehmen mit der Konsistenz erheblich zu.
Böschungsrutschung
Im folgenden Bild ist die Auswirkung eines Geländebruchs zu sehen. Die Zeichnung zeigt den Querschnitt durch den Hang vor und nach der Rutschung. Im vorliegenden Fall sollte eine Straße ausgebaut und begradigt werden. Dazu war ein Hangeinschnitt erforderlich. Erst nach Fertigstellung der Tragschicht der Straße kam es zu der Rutschung. Einen maßgebenden ungünstigen Einfluß hatte hier das Wasser.
Übersteile Böschungen
Vorgehensweisen für Übersteile Böschungen finden Sie auf der Sonderseite
Geotextilbewehrte Erde.
Stützwände
Stützwände dienen dazu, Geländesprünge zu sichern. Im wesentlichen sind folgende Bauweisen üblich:
Eingespannte Stützwände
Bei den im Boden eingespannten Stützwänden, die als Spundwand, Bohrpfahlwand oder Schlitzwand ausgeführt sein können, wird ausschließlich der Erdwiderstand zur Stützung herangezogen. Die zu erwartenden Kopfbewegungen sind durch eine entsprechende Neigung der Wand auszugleichen.
Verankerte Stützwände
Die verankerten Stützwände lassen sich besonders wirtschaftlich herstellen. Die Anker sind jedoch in der Regel auf Dauer zu überwachen.
Ufereinfassungen
Für Kanäle, Schleusen und Hafenanlagen benötigt man Stützbauwerke, die oft große Höhenunterschiede bewältigen und außerdem noch wegen der Gefahr der Kolkbildung tief in den Untergrund einbinden müssen. Man kann im Grundsatz zwei Ausführungen unterscheiden:
Aufgelöste Stützbauwerke
Der Gedanke, wie bei der Winkelstützwand das Gewicht des Bodens für die Stützung eines Geländesprunges zu nutzen, gleichzeitig aber die Stützwand selbst in kleine tragende Elemente aufzulösen, hat zur Entwicklung von neuen Stützwandformen geführt:
Raumgitterkonstruktionen
Bei den Raumgitterkonstruktionen werden balkenförmige Betonfertigteile aufgestapelt und die entstehenden Hohlräume mit Boden verfüllt.
Bewehrte Erde
Beim System Bewehrte Erde (siehe Zeichnung) werden Außenhautelemente aus Stahlbeton (siehe Bild) oder oder Stahlblech aufeinandergesetzt und durch Bewehrungsbänder nach hinten verankert. Der Boden wird, dem Aufbau der Außenhautelemente folgend, lagenweise eingebracht und verdichtet.
Geotextilbewehrte Erde
Beim System
Geotextilbewehrte Erde werden als Bewehrung Geokunststoffe als Bewehrungselemente verwendet. Überwiegend ist hier die Böschungsoberfläche geneigt.
Bodenvernagelung
Bei der Bodenvernagelung wird der Boden von oben nach unten abschnittweise freigelegt und mit baustahlbewehrtem Spritzbeton abgedeckt. Dieser wiederum wird mit zahlreichen kurzen Fels- bzw. Erdankern, sogenannten Nägeln, mit dem anstehenden Boden zu einer Einheit verbunden.

























