Bewehrte Erde

Seit nahezu 15 Jahren ist BGI mit dem Thema Geotextilbewehrte Erde vertraut.

Bei uns werden Sie fachkundig mit entsprechendem Hintergrundwissen beraten:

  • Baugrunderkundung
  • Entwurf
    • Angabe der erforderlichen Abmessungen und Materialien
    • Herstellen der Bewehrten Erde mit den zugehörigen Arbeitsschritten
  • erdstatische Bemessung - Standsicherheitsnachweise
  • Bauüberwachung / Bauleitung

Anwendungsfälle

Geländesprünge sichern

Kostengünstige Lösung anstelle von massiven Stützmauern

begrünbar -
vielfältige Gestaltung-
Anpassung an Örtlichkeit, Stufen, Wellen, Fußmauer

Schallschutz

Schallschutz und vergrößerte Nutzfläche

Beispiel:

Verwaltungsgelände Firmensitz
Böschunghöhe: 17 m!
Böschungsneigung: 80 Grad!

Sicherung -nicht standsicherer- Mauern

Sicherung alter Mauern

Vergrößerung Stützwandhöhe

Beispiel:

Mauerhöhe ca. 6 m
Verhinderung von Erddruck auf die Mauer - dadurch Weiternutzung möglich.
Kostenreduzierung, verbesserte Optik

Kostenreduzierung bei verbesserter Optik

Straßenverbreiterung Kreisstraße in einer Ortsdurchfahrt begrünte Böschungen (Alternative zu 5 m hoher Stützwand)

Nutz-Flächenvergrößerung

Vergrößerung von Flächen durch steile Böschungen im Bergland

Beispiel:

Zusätzliche Parkspur - höherliegende Straße: Nutzung bis direkt an die Böschungskante - Absturzsicherung durch Leitplanken

Straßenbau

Wiederherstellung übersteiler Böschungen

Sicherung nicht standfester Straßen

Dämme auf weichem Untergrund

Gründungen

Baugrundverbesserung durch Schotterpolster mit vorgespannter Bewehrung

Sicherung gegen Geländebruch

Konstruktionselemente

Skizze: Elemente der Bewehrten Erde

Ein Bauwerk aus Bewehrter Erde besteht aus folgenden Konstruktionselementen:

Bewehrung

Durch die statisch erforderliche Bewehrung erhält der Boden eine Festigkeit so dass der eingelagerte Bodenkörper wie eine Schwergewichtskonstruktion wirkt. Die hochzugfesten Geotextilien, Gewebe oder Geogitter müssen statisch bemessen werden und wirken als Zugglieder im Stützkörper.

Zusatzbewehrung

Die Zusatzbewehrung ist konstruktiv. Sie ist im vorliegenden Fall nicht statisch bemessen sondern wirkt nur stabilisierend auf die Form. Insbesondere soll sie Ausbauchungen an der Frontseite auf Dauer verhindern.

UV-Beständigkeit

Alle Geotextilien sind nicht dauerhaft UV-stabil und müssen daher durch entsprechende Maßnahmen (Begrünung, Vorsatzelemente) vor Sonnenlicht geschützt werden.

Schalungsgitter

Die Schalungsgitter aus Baustahlgewebe sind eine reine Einbauhilfe. Sie ermöglichen die Erstellung einer ebenen, maßhaltigen Oberfläche. Die Gitter werden durch Abspannhaken gehalten wodurch eine einwandfreie Verdichtung bis zur Frontfläche möglich wird. Die Gitter haben keine dauerhafte statische Funktion und werden innerhalb der Jahre verrosten.

Füllmaterial

Der Füllboden wirkt zusammen mit der Bewehrung. Die bodenmechanischen Anforderungen sind in der Erdstatik festzulegen. Hierbei spielen Böschungsneigung und Konstruktionshöhe eine entscheidende Rolle.

Grundsätzlich gut geeignet sind Böden mit größerem Reibungswinkel, die jederzeit gut zu verdichten sind wie z.B. Schotter 0/56 mm.

Die Einhaltung der bodenmechanischen Kenngrößen im Einbauzustand ist in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren (Verdichtung, Kornzusammensetzung).